Die Nation des Glücks

Wäre es nicht toll, wenn es ein Land geben würde, in dem das Glück der Bewohner und Bewohnerinnen an oberster Stelle steht? Ein Land, in dem Nachhaltigkeit nicht nur ein Modewort darstellt, sondern tatsächlich gelebt wird? Hört sich wunderbar an, oder? Und tatsächlich gibt es weit entfernt hinter hohen Bergen ein Land, von dem wir noch viel lernen können..

Bruttonationalglück

Die Rede ist von Bhutan, ein kleines Land so groß wie die Schweiz, in dem Anfang der 70er Jahre, das Konzept des „Bruttonationalglücks“ entstand.
Das Bruttonationalglück stellt dabei eine Alternative zum Bruttoinlandsprodukt dar. Statt Geld stehen dabei das Wohlergehen der Bevölkerung und der Umwelt im Mittelpunkt.

Es war einmal…

Ob es stimmt oder nicht bereits die Entstehung dieses ausgewöhnlichen Konzepts hört sich an wie in einem Märchen. Denn nach dem frühen Tod seines Vaters, den dritten König von Bhutan, beendete der 16 jährige Jigme Singye sein Studium und übernahm den Thron seines Vaters. Überfordert mit den Aufgaben, entschloss er sich sein Land erstmal besser kennenzulernen, um wichtige Entscheidungen treffen zu können. So machte sich der junge König auf den Weg und befragte seine Mitmenschen, was sie von ihrem Land und der Regierung erwarteten. Aufgrund mangelnder Infrastruktur zog er zu Fuß durch das Land und kam dementsprechend mit vielen Menschen in Kontakt. Ihr Wunsch: Glück und Wohlergehen. Der junge König beschloss, diese Erkenntnis zum wichtigsten Zweck seiner Regierung zu machen. Damit dieser Wunsch keine Utopie bleiben würde, wurde das Gross National Happiness Centre gegründet, eine Kommission, die Fünfjahrpläne in puncto steigender Lebensqualität entwickelt. Außerdem sind alle Institutionen des Landes dazu verpflichtet, das Bruttonationalglück zu fördern. Der folgende Satz steht dabei immer im Mittelpunkt: „Wenn die Regierung nicht in der Lage ist, das Volk glücklich zu machen, dann hat die Regierung keine Existenzberechtigung.“

Es kommt noch besser:

Es hört sich fast zu schön an, um wahr zu sein, findest Du nicht auch? Aber es kommt tatsächlich noch besser den Bhutan ist außerdem das einzige Land der Erde, das mehr Treibhausgase absorbiert, als es produziert. Der Grund: Das Land ist zu 72 Prozent bewaldet. (Eine Bewaldung von 60 Prozent ist übrigens gesetzlich vorgeschrieben, um die Carbon-Negativität zu garantieren.) Um nachhaltiges Glück in Bhutan zu schaffen, lernen bereits die Kinder in der Schule sogenannte „Glückskompetenzen“. So gehören neben Achtsamkeit, soziale und emotionale Fähigkeiten auch Kommunikation, Konfliktmanagement und Meditation zu den Inhalten der einzelnen Unterrichtsstunden.

Was ist mit dir?

Aber natürlich sind auch in Buthan nicht alle Menschen zu 100% glücklich und nach wie vor ist es ein verhältnismäßig extrem armes Land aber der Fokus der Regierung ist ein Anderer, der sich von der Masse abhebt. Ein Versuch in dieser schnelllebigen Welt einen Unterschied zu machen und Werte zu leben, die auch der nächsten Generation zu Gute kommen. Wenn Du Lust hast frage dich doch mal, womit du einen Unterschied machen kannst? Womit du nach Außen zeigen kannst, welche Werte dir persönlich wichtig sind.

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