Herbstmotivation

Wieder ist einmal soweit, der Herbst ist da und ganz plötzlich realisieren wir, dass der Sommer sich verabschiedet hat. Keine Sonnenstrahlen, die uns am frühen Morgen wecken, keine aufblasbaren Flamingos, die im Freibad auf ihren Einsatz warten und vor allem keine sommerlichen Temperaturen, die schon beinahe gute Laune garantieren. Im Gegenteil im extremen Fall fühlen wir uns müde, lust- und antriebslos und fragen uns, wie wir die nächsten Monate der Dunkelheit und Kälte überstehen sollen. Der sogenannte Herbstblues hat uns fest im Griff.

Uns fehlt also..
Was fehlt uns damit wir im Alltag wieder freudestrahlend den Wecker um 06.30 begrüßen oder den Herausforderungen im Job positiv entgegenblicken? Das Zauberwort lautet: Motivation!
Im Herbst und Winter fällt es uns besonders schwer motiviert zu sein, da uns (wer hätte das gedacht) das natürliche Tageslicht fehlt. Unser Körper reagiert auf diesen Mangel und produziert weniger Glückshormone oder auch Serotonin, gleichzeitig aber mehr Melatonin, ein Hormon, welches uns müde macht. Wenn Ihr also bewusst etwas für eure Glückshormone tun wollt dann geht raus und bewegt Euch! Ganz egal, ob in der Mittagspause oder am Abend durch den Park. Jeder Funke natürlichen Lichts wird euch ein Stückchen mehr beleben.

Definiere: Motivation!
Aber vielleicht schauen wir uns erstmal an was Motivation überhaupt ist: Motivation, einer der meist genutzten psychologische Begriffe überhaupt, übt einen Einfluss auf sämtliche psychische Funktionen aus, wie zum Beispiel Aufmerksamkeit, Lernen oder auch Problemlösen. Der Grund dafür ist schnell gefunden, denn die Motivation beginnt bei der Frage nach dem “Warum”. Warum interessiere ich mich gerade für die Positive Psychologie oder warum bleiben mir besonders die Frauen Fußballergebnisse der Bundesliga im Kopf? Um Motivation zu erklären, beginnt man also mit der Frage nach dem Warum des Tuns.
Überlege einmal was dich motiviert. Ist es ein Projekt im Job, ein Treffen mit deinen Freunden oder der Saunabesuch nach einem anstrengenden Workout im Fitnessstudio? Wichtig: Für jeden sind diese „Motivatoren“ individuell und weder richtig noch falsch.

Schließe deine Augen und..
Stell dir dann einmal vor, Du hättest jeden Tag eine Sache die dich richtig motiviert. Du nimmst dir zum Beispiel nach der Arbeit die Zeit, um mal wieder ein paar Akkorde auf der Gitarre zu spielen, weil dir das früher immer viel Spaß gemacht hat oder du fängst an Socken zu stricken, weil du es liebst neue Sachen auszuprobieren.

Du musst gar nichts!
Das klingt natürlich erstmal toll aber wahrscheinlich wirst du jetzt denken: „Ich habe da keine Zeit für. Ich muss doch nach der Arbeit Wäsche waschen, meine Eltern anrufen und einkaufen gehen.“ Vielleicht klingt es hart aber zunächst einmal musst du gar nichts! Frag Dich bevor Du eine Aufgabe beginnst, ob diese wirklich notwendig ist. Vielleicht kannst du es einrichten, dass du einmal in der Woche einen Großeinkauf machst oder dass deine Eltern nur noch zweimal pro Woche ein Lebenszeichen von dir erhalten. Entscheide dich also bewusst für oder gegen eine Aufgabe und widme dich dieser mit deiner ganzen Aufmerksamkeit.

Pssst…
Wir wollen hier aber auch nichts verheimlichen. Natürlich gibt es auch mal Tage an denen kein Tipp der Welt uns aus unserem Motivationstief befördern kann. Bevor du jetzt verzweifelst, das ist vollkommen normal und in Ordnung! Vielleicht kannst Du in diesen Momenten einmal deinen Blick nach innen richten und deiner Intuition Gehör schenken – was würde dir in diesem Moment guttun? Besonders im Herbst gibt es wunderbare Möglichkeiten sich eine Auszeit zu nehmen. Vielleicht hast du dabei Lust noch ein Tool der positiven Psychologie auszuprobieren? Falls ja, versuch doch mal einmal deine Auszeiten mit Dankbarkeit zu begegnen, denn wissenschaftliche Studien zeigen, dass Menschen die regelmäßig Dankbarkeit empfinden sich nicht nur optimistischer und vitaler fühlen (Emmons & McCullough, 2003), ihr Glücksniveau steigt sogar um bis 25% an (Mills et al.,2015).

Dankbar, für was denn?
Konkret könntest du zum Beispiel dafür dankbar sein, dass du es dir bei Regenwetter in deinem kuscheligen Lieblingspullover auf dem Sofa gemütlich machen kannst und endlich dazu kommst, das Buch zu lesen, welches bereits seit Weihnachten auf Dich wartet. Du könntest auch dafür dankbar sein, dass du mal wieder auf dem Markt vorbeischaust, dir einen Kürbis kaufst und eine leckere Suppe zubereitest und ganz spontan deine Freunde an deiner kreativen Kochkunst teilhaben lässt.

So oder so, hast Du die Wahl, zu entscheiden worauf du deine Aufmerksamkeit richtest. Und wenn wir ehrlich sind ist es doch viel schöner sich an den bunten Herbstblättern zu erfreuen, als sich mal wieder über das regnerische Wetter aufzuregen. Oder was meinst du? 😉

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